Am 22. August des Jahres 1849 betrat der Anführer der ungarischen Unabhängigkeitserhebung Lajos Kossuth zum ersten Mal bulgarischen Boden – als Emigrant. Kossuth und einige seiner Mitstreiter flohen nach der Niederschlagung des ungarischen Unabhängigkeitskrieges, der am 15. März 1848 ausgebrochen war, ins Exil nach Bulgarien, das damals noch unter osmanischer Fremdherrschaft stand. Er war gezwungen zu emigrieren, doch von seinen Briefen an über 15 Staatsoberhäupter wurde nur einer beantwortet – der Sultan des Osmanischen Reiches lud ihn und seine Gefolgsleute ein, seine Gäste zu sein. Nach der Ankunft in Widin an der Donau reiste die Gruppe weiter bis nach Schumen im heutigen Ostbulgarien, das damals eine gut befestigte Garnisonsstadt war. Doch Kossuth blieb nicht lange, denn Österreich setzte den Sultan unter Druck, den Revolutionär auszuliefern. So musste der ungarische Freiheitskämpfer seine Flucht fortsetzen – für ihn begann eine lange Reise...
„Lajos Kossuth gilt als einer der einflussreichsten Politiker des 19. Jahrhunderts. Viele seiner politischen Ideen wurden später realisiert. Eine davon ist die Vereinigung der Donauanrainer. Man kann die Idee auch als einen Vorläufer der verschiedenen europäischen Vereinigungen und auch der EU betrachten“, erklärt die Historikerin und Kuratorin im Museum „Haus - Lajos Kossuth“ in Schumen, Stanimira Angelowa. Dieses Museum wurde vor 70 Jahren gegründet und ist das einzige in Bulgarien, das den Namen eines Ausländers trägt.
Mehr über die Geschichte dieses Museums können Sie aus einem unserer Beiträge erfahren, die Sie hier finden können.
Redaktion: Elena Karkalanowa
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