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Borislaw Kolew bereit, über Affäre "Hemus" zu sprechen

| aktualisiert am 21.12.21 um 15:41
Foto: BGNES

Der wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahn „Hemus“ angeklagte Borislaw Kolew hat ein Gespräch mit dem Innenminister und dem Generalstaatsanwalt verlangt, um ihnen eine für die Untersuchung wichtige Information mitzuteilen. Das gab gegenüber Journalisten sein Bruder, Iwo Kolew, nur wenige Minuten nachdem das Berufungsgericht in Sofia den Hausarrest seines Bruders durch einen dauerhaften ersetzt hatte, bekannt.

"Ich vermute, dass keiner der Anwesenden denkt, dass mein Bruder der Endempfänger von 53 Millionen BGN (27 Mio. Euro) ist. Bei solchen Beträgen und Größenordnungen sollte auf die beteiligten Personen, Interessen und Einflüsse geachtet werden", erklärte Iwo Kolew.

Die Frage, ob Borislaw Kolew über die umgeleiteten Gelder für die Hemus-Autobahn sprechen will, löste einen scharfen Konflikt zwischen Staatsanwaltschaft und Innenministerium aus.

Innenminister Bojko Raschkow soll inzwischen mit Borislaw Kolew gesprochen haben. „Ich bin nicht überrascht von dem, was ich gehört habe, wir könnten mit einer schnelleren Entwicklung der Ermittlungen rechnen, so dass die Wahrheit schneller ans Licht kommt", sagte der Minister und gab an, dass auch Namen genannt worden seien.
Unterdessen kündigte der Generalstaatsanwalt Iwan Geschew seine Bereitschaft an, an der Vernehmung des Angeklagten teilzunehmen, die in der Staatsanwaltschaft der Stadt Sofia stattfinden soll. 




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